Buchempfehlung: Briefe aus dem Gefängnis von Nelson Mandela

Das Gedenkjahr ’18 spielt in diesem Jahr in Österreich eine große Rolle. Der erste Weltkrieg endete im November vor 100 Jahren und genau in diesem Jahr wurde auch der wohl bekannteste Demokrat geboren, Nelson Mandela.

Am 18. Juli 2018 wäre Nelson Mandela 100 Jahre alt geworden, weshalb das Verlagshaus C.H. Beck dies zum Anlass nahm, in einem 752 Seiten starken Buch 250 ausgewählte Briefe, welche Mandela während seinem 27 Jahre andauernden Gefängnisaufenthalt (September 1963 bis Februar 1990) verfasste. Er erhielt die Strafe aufgrund seiner politischen Aktivitäten, er setzte sich gegen die Apartheid (Rassentrennung) und soziale Ungerechtigkeit in Südafrika ein. Die Briefe waren anfangs auf knappe 500 Wörter begrenzt, später durfte er auch längere verfassen, jedoch verschwanden zahlreiche der geschriebenen Nachrichten. Auf diese Art und Weise, wollte man ihm von der Außenwelt abschotten.

Nach seiner Entlassung im Jahr 1990 wandte Mandela sich wieder voll und ganz seiner Tätigkeit beim African National Congress (ANC) zu und kandidierte im Jahr 1994 für das Amt des Präsidenten. Für seinen Einsatz und seine Mitwirkung von einem durch Rassentrennung geprägten Staatssystem, zu einem demokratisch geführten Staat, welcher keinen Unterschied mehr bei den Einwohnern machte, erhielt Nelson Mandela im Jahr 1993 den Friedensnobelpreis. Die ANC gewann die erste demokratische Wahl in Südafrika mit einer absoluten Mehrheit. Am 9. Mai 1994 wurde die Regierung unter Nelson Mandela angelobt.

Im Jahr 2013 erkrankte Mandela schwer, weshalb er für ein Vierteljahr stationär im Krankenhaus aufgenommen wurde. Im September selbigen Jahres wurde er entlassen. Am 5. Dezember 2013 verstarb Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

Inhalt des Buches / Aufbau

Die im Buch angedrückten Briefe richten sich nicht nur an seine Frau Winnie, sondern auch an Amtsträger im In- und Ausland, wie zum Beispiel dem Generalsekretär von Amnesty London.

Das Buch entstand aufgrund der aufwendigen Recherchearbeit in einem Zeitraum von ungefähr 10 Jahren und enthält eine sehr gute und übersichtliche Gliederung (Jahre und Gefängnisse). Das Vorwort wurde von seiner Enkelin, Zamaswazi Dlamini-Mandela, verfasst und gibt einen kleinen Einblick darin, wie sie sich als Kind gefühlt hatte, als es hieß ihr Großvater sei zu ihrer Geburt bereits 13 Jahre in Haft und wie wichtig es sei, an die Werte einer Demokratie zu glauben. Das Werk enthält im Anschluss an das Vorwort eine Einführung und grundlegende Informationen über die Briefe.

Die von Nelson Mandela verfassten Nachrichten sind sehr spannend zu lesen. Vorab empfehle ich jedoch jedem, zumindest auf Wikipedia die biografischen Daten von Mandela, die Geschichte der ANC und den geschichtlichen Hintergrund von Südafrika durchzulesen. Mit diesem Wissen lesen sich die Nachrichten besser und der Inhalt erscheint wesentlich schlüssiger. Über den Inhalt kann ich momentan noch nicht all zu viele Details nennen, da das Buch erst seit wenigen Tagen im Handel erhältlich ist und ich mich noch am Anfang befinde. Nichts desto trotz möchte ich dieses Werk bereits jetzt jeder Person sehr ans Herz legen. Die Werte einer Demokratie und der Menschheit gehören geachtet und geschützt. Die Briefe zeigen umso mehr, dass es sich nicht um eine Selbstverständlichkeit handelt, in einem Staat zu leben, in dem Menschenrechte anerkannt sind und entsprechend auch die Gesetzgebung nach diesen agiert.

Das Buch „Briefe aus dem Gefängnis“ ist als Hardcover im C.H. Beck Verlag erschienen und ist um € 28,00 (DE) bzw. € 28,80 im Buchhandel eures Vertrauens erhältlich. Derzeit ist keine eBook-Version erhältlich. Das Werk wurde von Sahm Venter herausgegeben und die Briefe von Anna und Wolf H. Leube in das deutsche übersetzt. ISBN: 978-3-406-71834-2

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