Im Zeitraum: Datenklau. Netzlügen und Cyberwar – das Internet als Kampfzone (Sendungsempfehlung)

Am 14. Mai 2019 sprach Haimo Godler im ORF RadioKulturhaus in Wien mit Max Schrems über die gespeicherten und gleichzeitig gelöschten Daten (klingt komisch, ist aber leider so) auf Facebook, seinen David-gegen-Goliath-Kampf und die Auswirkungen von Big Data auf die Gesellschaft und die Zumutbarkeit mancher Data Policies. Ein spannendes Gespräch über den Wert von Informationen und die Ergebnisse bzw. Folgen, die eine Nutzung mit sich bringen kann.

Über Max Schrems:
Max Schrems wurde 1987 in Salzburg geboren und studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaften. Öffentliche Bekanntheit erlangte der Jurist vor allem durch seine bei der irischen Datenschutzbehörde eingebrachten Anzeigen gegen Facebook.

Hinweis zum Beitragsbild: Kaum zu glauben, aber wahr: über dieser Spar Filiale ist jene Datenschutzbehörde in Irland ansässig, die für die Big Player wie Facebook & Co. in Europa zuständig ist! (© Google, 2020)


Literaturempfehlung:

Schrems, Max (2014). Kämpf um deine Daten. Wien: edition a. Link zum Buch

Nocun, Katharina (2018). Die Daten, die ich rief: wie wir unsere Freiheit an Großkonzerne verkaufen (Originalausgabe.). Köln: Lübbe. Link zum Buch

Milborn, Corinna/Breitenecker, Markus (2018). Change the Game: wie wir uns das Netz von Facebook und Google zurückerobern (1. Auflage.). Wien: Brandstätter. Link zum Buch

Workshop „Die digitale (und analoge) Herausforderung: Audiovisuelle Medien“ (Wien)

# Wann: 11. – 12. November 2019
# Wo: Österreichische Mediathek, Marchettischlössl, Gumpendorfer Straße 95, 1060 Wien, 2. Stock (Veranstaltungssaal)
# Kosten: EUR 50.- bzw. für MitarbeiterInnen von mma-Mitgliedsinstitutionen kostenlos
# Anmeldung: bis 25. Oktober an christina.waraschitz@mediathek.at inklusive Bekanntgabe der gewünschten Führung (siehe unten)

Medien Archive Austria Workshop

„Die digitale (und analoge) Herausforderung: Audiovisuelle Medien“
Wann: 11. und 12. November 2019
Wo: Österreichische Mediathek, Marchettischlössl, Gumpendorfer Straße 95 1060 Wien, 2. Stock (Veranstaltungssaal)

Die Digitalisierung und digitale Langzeitarchivierung von audiovisuellen Quellen (Foto, Film, Video, Audio) stellt viele Sammlungen und Kultureinrichtungen vor zahlreiche praktische Probleme. In diesem 2-tägigen Workshop stellen Digitalisierungs- und Langzeitarchivierungsexpert*innen Projekte und Strategien vor, die auch in der eigenen Arbeit umgesetzt werden können. Im Rahmen des Workshops steht genügend Zeit für Diskussionen sowie für Fragen an die Expertinnen zur Verfügung.

Schwerpunkte sind Themen wie: Sammlung von Born-digital Audio- und Videobeständen; Strategien digitaler Langzeitarchivierung; Kassation von analogen und digitalen Beständen auf technisch obsoleten Trägertechnologien; Aspekte der Sammlungsbegutachtung (wie z. B. Erfassen der Formate, Erkennen von Schadensformen, Abschätzung des Erhaltungszustandes) und darauf aufbauend das Erarbeiten einer Langzeitsicherungs- und Digitalisierungsstrategie sowie die Lehren, die man aus der analogen Filmarchivierung in Richtung digitaler Filmarchivierung ziehen kann.

11. November 2019:

10.30 bis 11.30: Begrüßung / Vorstellung / Input: Wer sind die Teilnehmer/innen, was erwarten sie, was tragen wir vor?
11.30 bis 12.00: Sammlungsbegutachtung und Entwicklung von Digitalisierungsstrategien
Nadja Wallaszkovits, Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
12.00 bis 12.30: Diskussion
12.30 bis 14.00: Mittagspause

14.00 bis 14.30: Born-digital Handling: Worauf bei den Eingangsfiles zu achten ist, und was man tun kann um deren DLZA-Eigenschaften zu verbessern
Peter Bubestinger, AV-RD
14.30 bis 15.00: Diskussion
15.00 bis 15.30: Dos and don’ts digitaler Langzeitarchivierung
Velibor Kojić, Österreichische Mediathek
15.30 bis 16.00: Diskussion
16.00 bis 16.30: Kaffeepause
16.30 bis 17.00: Die Angst des Archivars vor der Kassation – Sicherheit durch Kontrolle
Christoph Bauer, ORF
17.00 bis 17.30: Diskussion

12. November 2019:

9.15 bis 9.30: Kurzer Input & Reflexion Vortag
9.30 bis 10.00: Von der Qual der Wahl: Über die Notwendigkeit der Selektion als Archivierungsstrategie im Film
Kevin Lutz, Österreichisches Filmmuseum
10.00 bis 10.30: Diskussion
10.30 bis 11.00: Kaffeepause
11.00 bis 11.30: Digitalisierung für Archive, Bibliotheken oder Sammlungen – mehr als nur das Scannen von Büchern
Fa. Iron Mountain – https://www.ironmountain.co.at
11.30 bis 12.00: Diskussion
12.00 bis 13.30: Mittagspause

13.30 bis 14.00: Historische Fotobestände
Gerald Piffl, APA
14.00 bis 14.30: Diskussion
14.30 bis 15.00: Digitalisierungsprojekte der Österreichischen Nationalbibliothek und die Herausforderungen
Christa Müller, Österreichische Nationalbibliothek
15.00 bis 15.30: Diskussion

Ab 16.00: Führungen:
o Imagno-Brandstätter-Archiv: Würthgasse 14, 1190 Wien
o ORF-Hörfunkarchiv: Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
o Österreichische Mediathek: Gumpendorfer Straße 95, 1060 Wien
o Österreichische Nationalbibliothek (Digitale Services): Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
o Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Liebiggasse 5 (linker Halbstock), 1010 Wien

Die Teilnahme am Workshop ist für alle Mitarbeiter*innen von maa-Mitgliedsinstitutionen kostenfrei, allen anderen steht der Workshop für einen Unkostenbeitrag von € 50.- offen.

Anmeldung (inkl. gewünschter Führung) bitte bis 25. Oktober 2019 per E-Mail an: christina.waraschitz@mediathek.at
Bitte geben Sie an, ob Ihre Institution maa-Mitglied ist.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt!

Wir danken Iron Mountain (https://www.ironmountain.co.at/) für das Sponsoring der Kaffeepausen!

Quelle: mma-Workshop Programm (PDF); Informationsquelle: VÖB-Mailingliste, Aussendung vom 10.10.2019

Lange Nacht der Museen, 6. Oktober 2018

Nächsten Samstag heißt es wieder: Auf ins Museum! Anlass hierfür ist die österreichweit stattfindende 19. Lange Nacht der Museen, in welcher die Kulturinstitutionen bis 01:00 Uhr morgens ihre Pforten geöffnet haben und zum Teil mit Spezial-Veranstaltungen aufwarten.
Um bei diesem Event dabei zu sein, bedarf es lediglich eines Tickets, welches in allen teilnehmenden Museen sowie an jedem bundeslandeigenen „Treffpunkt Museum“ erhältlich sind. 

Auf der Homepage des Initiators ORF finden sich weiterführende Informationen zum Ticketverkauf und dem gebotenen Programm sowie die Möglichkeit die ergänzende App herunterzuladen (für iOS und Android). Für alle, denen das gedruckte Wort lieber ist, gibt es das umfangreiche Informationsmaterial auch als Booklet zum Download sowie zur Mitnahme in allen teilnehmenden Museen.

In diesem Sinne: Auf zu den Kulturschätzen unseres Landes!

Beitragsbild: http://www.pixabay.com, Nr. 2377348

Sendungshinweis: Geplündert und verwertet (Ö1)

Die Ö1 Radiosendung Dimensionen setzte sich in der Folge vom Dienstag, 19.12.2017 mit dem Projekt TransCultAA, welches sich mit der Provenienzforschung von durch die Nationalsozialisten gestohlenem Kulturgut aus dem Alpen-Adria-Raum beschäftigt, auseinander. Viele Institutionen, darunter auch zahlreiche National- bzw. Universitätsbibliotheken im Deutschen Reich, haben sich während der Zeit des Nationalsozialismus (in Österreich von 1938-1945) eine Vielzahl an Kulturgütern angeeignet, die aus Enteignungen der jüdischen Bevölkerung stammten.
Der 30-minütige Beitrag über diese Thematik wurde von Frau Dr. Gabriele Anderl gestaltet und enthält unter anderem auch Kommentare von PD Dr. Christian Fuhrmann (Koordinator von TransCultAA, Forscher am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München), sowie Dr. Michael Wedekind (ebenfalls am Projekt TransCultAA beteiligt und Forscher am ZI für Kunstgeschichte) und Frau Mag.a Anneliese Schallmeiner (Mitglied der Kommission für Provenienzforschung in Wien).

Ab dem Jahr 1938, so die Akten bzw. Aufzeichnungen im Staatsarchiv Triest (Archivio di Stato di Trieste), wurde die jüdische Bevölkerung durch das faschistische Italien behördlich erfasst und das vorhandene Vermögen (u. a. auch Kulturgüter) teilweise beschlagnahmt oder zumindest schriftlich vermerkt.
Als Italien im Jahr 1943 durch Kaiser Emanuel III kapitulierte, rief Benito Mussolini, welcher zuvor von den Nazis aus der Haft befreit wurde, die Italienische Sozialrepublik aus. Anschließend errichtete das Deutsche Reich in Norditalien eine Sonderverwaltungszone und machte von den zuvor penibelst angefertigten Aufzeichnungen gebrauch, um ihre Gräueltaten auch in Italien durchzuführen. Die Folge waren Ermordungen, Verschleppung und der Diebstahl von persönlichen Gegenständen.

Zu einer der Kernaufgaben des Projekts TransCultAA zählt, international in Archiven oder Kultureinrichtungen zu recherchieren und zu ermitteln, unter welchen Bedingungen bzw. Umständen das Raubgut wohin gebracht wurde, um anschließend ein Gesamtbild der damaligen Ereignisse erstellen zu können. Eine Herausforderung stellt nicht nur die umfassende Recherche dar, sondern auch die Tatsache, dass viele der verwendeten Begriffe mit großer Vorsicht zu gebrauchen sind bzw. oft unter Anführungszeichen gesetzt werden sollten. Im falschen Kontext verwendet, hätten diese eine völlig andere Bedeutung, da häufig Termini wie zum Beispiel „Kunstschutz“ oder „Sicherstellung“ als Synonym für den eigentlichen Diebstahl niedergeschrieben wurden. Aus diesem Grund ist angedacht, in einem Quellenverzeichnis ein umfassendes Glossar hinzuzufügen, welches darüber genaue Auskunft gibt, wann welcher Begriff in welchem Zusammenhang geläufig war. Im Zuge des Projekts TransCultAA wird allerdings nicht nur die Vergangenheit beleuchtet, sondern auch aktuelle Konflikte im Zuge der Eigentumsklärung thematisiert.

Der Beitrag ist noch bis einschließlich 25. Dezember 2017 kostenlos abrufbar bzw. kann die Sendung von Ö1 Mitgliedern mit Downloadberechtigung bis einschließlich 18. Januar 2018 heruntergeladen werden.

Dimensionen: Geplündert und Verwertet (oe1.orf.at)


Weiterführende Links:

Projekt TransCultAA
Kommission für Provinienzforschung (AT)
Deutsches Zentrum Kulturverluste

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